Allgemeine Geschäftsbedingungen
Anbieter / Betreiber
EasySadaqa
Inhaber: Ahmed Fahim Abajtit
Adalbertsteinweg 23
52070 Aachen
Deutschland
E-Mail: fahim@fahim.es
Stand: 24.02.2026
1. Geltungsbereich, Unternehmerkunden (B2B)
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen EasySadaqa („Anbieter“) und dem Kunden über (a) die Bereitstellung der EasySadaqa-Software als SaaS (Kiosk-App + Portal), (b) den Verkauf von Hardware (z. B. Lenovo-Tablet, 3D-gedruckter Support/Stand, Forex-Platte 1 cm, optional Kartenleser), sowie (c) damit verbundene Dienstleistungen (Setup, Custom Design, On-Site-Support, Austausch/Replacement, SIM/Internet-Optionen u. a.).
1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer i. S. d. § 14 BGB (z. B. Vereine, Moscheen, Stiftungen, Unternehmen). Verträge mit Verbrauchern i. S. d. § 13 BGB werden nicht geschlossen.
1.3 Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter diesen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
2. Definitionen
2.1 Kunde: die Organisation/Einrichtung, die EasySadaqa nutzt.
2.2 Software/Plattform: Kiosk-App (Android) inkl. Admin-/Kundenportal, Funktionen/Feature-Pakete.
2.3 Hardware: vom Anbieter verkaufte Komponenten (z. B. Tablet, Stand, Forex-Platte, optional Kartenleser).
2.4 Zahlungsdienstleister: insbesondere SumUp. Der Zahlungsdienst wird nicht vom Anbieter erbracht.
3. Vertragsschluss
3.1 Angebote sind freibleibend, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet.
3.2 Ein Vertrag kommt zustande durch schriftliche Annahme (E-Mail genügt), durch Unterzeichnung eines Angebots/Bestellung oder durch Beginn der Leistungserbringung (z. B. Setup/Provisioning) nach Bestellung.
3.3 Der Kunde bestätigt, dass die handelnde Person zur Beauftragung im Namen des Kunden berechtigt ist (Vertretungsmacht/Vollmacht).
4. Leistungsgegenstand (SaaS + Hardwareverkauf)
4.1 Der Anbieter stellt dem Kunden für die Vertragslaufzeit die EasySadaqa-Software zur Nutzung bereit (SaaS). Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem Angebot bzw. dem gebuchten Paket.
4.2 Der Anbieter verkauft dem Kunden Hardware gemäß Angebot/Auftragsbestätigung. Es handelt sich nicht um Miete/Leihe.
4.3 Der Anbieter darf zur Leistungserbringung Dritte einsetzen (z. B. Hosting-Provider), bleibt aber Vertragspartner des Kunden.
5. Zahlungsabwicklung über SumUp (keine Spendenannahme durch EasySadaqa)
5.1 EasySadaqa erbringt keine Zahlungsdienste und nimmt keine Spendenbeträge entgegen.
5.2 Voraussetzung für die Nutzung ist ein aktives Konto/Vertragsverhältnis des Kunden mit SumUp. Die Registrierung kann über einen Partner-/Einladungslink erfolgen.
5.3 Spenden werden ausschließlich durch SumUp verarbeitet. Vertragspartner für Zahlungsdienste ist der Kunde gegenüber SumUp.
5.4 Transaktionsgebühren (z. B. ca. 1 % je Transaktion; abhängig von Kartenart/Region) entstehen ausschließlich im Verhältnis Kunde–SumUp und sind nicht Teil der Vergütung des Anbieters.
5.5 Rückerstattungen, Stornos und Chargebacks werden ausschließlich durch den Kunden über SumUp abgewickelt. Der Anbieter ist hierfür nicht verantwortlich.
6. Preise, Abrechnung, § 19 UStG (Kleinunternehmer), Zahlung
6.1 Software (Basic): 30,00 EUR pro Tablet und Monat. Abrechnung jährlich im Voraus: 360,00 EUR pro Tablet/Jahr, sofern nicht abweichend vereinbart.
6.2 Setup Fee: 49,00 EUR pro Tablet (einmalig), sofern nicht abweichend vereinbart.
6.3 Custom Design: 70,00 EUR pro Designauftrag (einmalig), sofern nicht abweichend vereinbart.
6.4 Weitere Leistungen (z. B. On-Site-Support, Austausch/Replacement, SIM/Internet-Optionen, zusätzliche Pakete/Module) werden nach Angebot berechnet.
6.5 Umsatzsteuer: Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet (Kleinunternehmerregelung).
6.6 Rechnungen werden elektronisch per E-Mail versandt.
6.7 Zahlungsziel: 7 Tage ab Rechnungsdatum, sofern nicht anders vereinbart.
6.8 Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Mahnkosten zu berechnen, Leistungen zu sperren und/oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
7. Vertragslaufzeit, Verlängerung, Kündigung
7.1 Mindestlaufzeit: 12 Monate ab Vertragsbeginn.
7.2 Automatische Verlängerung um jeweils 12 Monate, wenn nicht spätestens 3 Monate vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit schriftlich (E-Mail genügt) gekündigt wird.
7.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei Zahlungsverzug oder schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB.
8. Pflichten des Kunden (Betrieb, Sicherheit, Zweckbindung)
8.1 Der Kunde ist verantwortlich für eine stabile Internetverbindung (WLAN oder SIM/Netzabdeckung), ausreichende Stromversorgung sowie eine geeignete Betriebsumgebung.
8.2 Der Kunde sorgt für angemessene IT-Sicherheit (z. B. sichere WLAN-Konfiguration, starke Passwörter, keine unsicheren offenen Netze).
8.3 Die Hardware/Tablet und die Kiosk-Software dürfen ausschließlich zum vorgesehenen Zweck (Spendenannahme über SumUp mittels EasySadaqa-Kiosk) genutzt werden. Eine Nutzung für andere Zwecke (z. B. Installation fremder Apps, allgemeines Surfen, Weitergabe an Dritte) ist untersagt.
8.4 Admin-PIN, Zugangsdaten und Einstellungen sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an unbefugte Dritte weitergegeben werden.
8.5 Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit seiner Spendenkampagnen/Kommunikation und die Einhaltung aller für ihn geltenden Vorschriften selbst verantwortlich.
9. Verfügbarkeit, Updates, Support
9.1 Der Anbieter erbringt die Leistungen mit üblicher Sorgfalt. Eine jederzeitige, unterbrechungsfreie Verfügbarkeit wird nicht geschuldet.
9.2 Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates und Weiterentwicklungen können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
9.3 Supportkanäle: Telefon, Webformular, E-Mail.
9.4 Der Anbieter bemüht sich, Supportanfragen innerhalb von 48 Stunden (werktags) zu beantworten.
9.5 Störungen/Mängel der Software werden innerhalb einer angemessenen Frist bearbeitet. Der Anbieter ist berechtigt, zunächst Workarounds bereitzustellen. Eine endgültige Behebung wird – soweit möglich – spätestens innerhalb von 30 Tagen angestrebt, sofern die Ursache nicht bei Drittanbietern oder außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegt.
10. Hardwareverkauf, Lieferung, Gefahrübergang
10.1 Liefertermine sind, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart, unverbindliche Richtwerte.
10.2 Bei Versand an Unternehmer geht die Gefahr mit Übergabe an das Transportunternehmen auf den Kunden über.
11. Gewährleistung (Hardware) – B2B
11.1 Für neu verkaufte Hardware gilt im B2B-Verhältnis eine Gewährleistungsfrist von 12 Monaten ab Ablieferung, soweit gesetzlich zulässig.
11.2 Untersuchungs- und Rügeobliegenheit (§ 377 HGB): Soweit der Kunde Kaufmann ist, hat er die Ware unverzüglich zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich anzuzeigen; andernfalls gilt die Ware als genehmigt.
11.3 Von der Gewährleistung ausgeschlossen sind Schäden, die durch unsachgemäße Nutzung, äußere Einflüsse (z. B. Sturz, Feuchtigkeit, Hitze), eigenmächtige Änderungen, Nutzung außerhalb des vorgesehenen Zwecks, unsichere/ungeeignete Betriebsumgebung oder normale Abnutzung entstehen.
11.4 Bei berechtigten Mängeln erfolgt Nacherfüllung nach Wahl des Anbieters durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung.
12. Schäden, Ersatzbeschaffung, Fehlbedienung
12.1 Schäden an Hardware, die vom Kunden oder Dritten verursacht werden, trägt der Kunde.
12.2 Erforderliche Ersatzbeschaffung erfolgt durch den Kunden. Der Anbieter kann Ersatzhardware anbieten; ein Anspruch hierauf besteht nicht.
13. Nutzungsrechte, geistiges Eigentum (IP)
13.1 Sämtliche Rechte an der Software/Plattform (inkl. Quellcode, UI, Konzepte) verbleiben beim Anbieter.
13.2 Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht für die Vertragslaufzeit, ausschließlich für die eigene Organisation und den Vertragszweck.
13.3 Verboten sind insbesondere: Kopieren, Vermieten, Weiterverkauf, Reverse Engineering, Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, Weitergabe an Dritte oder Betrieb als Service für Dritte ohne schriftliche Zustimmung.
14. Kundeninhalte (Logos, Texte, Designs)
14.1 Stellt der Kunde Inhalte (Logos, Bilder, Texte) bereit, versichert er, die erforderlichen Rechte zu besitzen.
14.2 Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus rechtswidriger Nutzung solcher Inhalte resultieren.
15. Protokolle, Daten, Export
15.1 Der Anbieter verarbeitet organisatorische Daten, Benutzer-/Admin-Daten, technische Logs sowie Transaktions-Metadaten (z. B. Datum/Uhrzeit/Betrag) und kampagnenbezogene Daten zur Bereitstellung, Sicherung und Verbesserung des Systems.
15.2 Vollständige Zahlungs-/Kartendaten werden nicht durch den Anbieter verarbeitet; die Zahlungsabwicklung erfolgt über SumUp.
15.3 Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.
16. Haftung (maximal anbieterfreundlich im rechtlich zulässigen Rahmen)
16.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt
a) bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
b) bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
c) nach dem Produkthaftungsgesetz sowie in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
16.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter – gleich aus welchem Rechtsgrund – nur
a) bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, und
b) beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
16.3 Die Haftung des Anbieters in Fällen des Abs. 16.2 ist der Höhe nach je Schadensereignis auf einen Betrag begrenzt, der dem vom Kunden für die betroffene Tablet-Instanz in den letzten 12 Monaten vor dem Schadensereignis tatsächlich gezahlten Entgelt entspricht; insgesamt jedoch höchstens auf 360,00 EUR (Haftungshöchstgrenze).
16.4 Eine weitergehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter – soweit gesetzlich zulässig – nicht für
a) entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden, Mangelfolgeschäden, Folgeschäden, Datenverlust, Nutzungsausfall, Betriebsunterbrechung, Reputations-/Goodwill-Schäden,
b) Störungen, Ausfälle oder Schäden, die auf Ursachen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters beruhen, insbesondere: Zahlungsdienstleister (z. B. SumUp), Banken/Kartensysteme, Internetprovider, Netzabdeckung/SIM, Stromausfälle, Betriebssystem-/App-Updates Dritter, Geräteverwaltung/MDM des Kunden, unsichere Netzwerke, Fehlbedienung, sowie höhere Gewalt.
16.5 Soweit der Anbieter nach Abs. 16.2 haftet, setzt dies voraus, dass der Kunde den Schaden unverzüglich schriftlich anzeigt und angemessene Maßnahmen zur Schadensminderung trifft. Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßige Datensicherungen im zumutbaren Umfang vorzunehmen, soweit er Daten außerhalb des Systems speichert oder exportiert.
16.6 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten entsprechend zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
17. Sperrung (Blockierung)
17.1 Der Anbieter ist berechtigt, den Zugang zur Software (teilweise oder vollständig) vorübergehend zu sperren, wenn
a) der Kunde mit Zahlungen in Verzug ist,
b) ein Verstoß gegen wesentliche Pflichten dieser AGB vorliegt (insb. unzulässige Nutzung, Sicherheitsverstöße, Weitergabe von Zugangsdaten/Admin-PIN),
c) konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, Manipulation oder Sicherheitsrisiken bestehen oder
d) dies zur Durchführung erforderlicher Wartungs- oder Sicherheitsmaßnahmen notwendig ist.
17.2 Die Sperrung erfolgt – soweit zumutbar – nach vorheriger Ankündigung per E-Mail mit angemessener Frist. In dringenden Fällen (z. B. Missbrauch/Sicherheitsvorfall) darf die Sperrung ohne Vorankündigung erfolgen.
17.3 Während einer Sperrung bleiben die Zahlungspflichten des Kunden bestehen, sofern die Sperrung nicht ausschließlich vom Anbieter zu vertreten ist.
18. Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei nicht unbefugt Dritten zugänglich zu machen.
19. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, sofern hierfür ein sachlicher Grund besteht (z. B. Rechtsänderungen, Sicherheitsanforderungen, Anpassungen des Leistungsumfangs). Der Anbieter informiert den Kunden rechtzeitig. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb einer angemessenen Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Bei Widerspruch kann der Anbieter den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen.
20. Schlussbestimmungen (Recht, Gerichtsstand)
20.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
20.2 Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist – soweit zulässig – Aachen.
20.3 Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Parteien werden die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
